Archiv für Lebenssituationen Kategorie

Visuelle Umweltverschmutzung in Berlin

Was zur Hölle denken sich diese großen Volksparteien eigentlich wenn sie Werbung machen in dem sie die Gesichter ihrer zum Teil unfassbar hässlichen Lokalpolitiker an jede Straßenlaterne hängen. Bei der Fahrt durch Berlin und speziell durch Außenbezirke  krieg ich Gewaltphantasien. Ohne jede Botschaft, nur mit sinnlosen Schlagworten versehen, präsentieren sich auf Kleinformaten an jeder Straßenlaterne Hautunreinheiten, schlechte Zähne, Doppelkinn und Frisurverbrechen. Es ist mir scheißegal ob ein Politiker attraktiv oder hässlich ist. Aber zumindest im letzten Fall will ich nicht durch den penetrant aufgezwungenen Anblick im Straßenbild belästigt werden. Und wozu? Wählt die jemand deswegen? Haben die alle den Erfolg des amerikanischen Präsidenten falsch verstanden? Der Typ sieht richtig gut aus, ihr aber nicht. Und in Deutschland wählen wir danach auch nicht! Auch wenn Merkel von Jahr zu Jahr attaktiver wird, nein, eure Gesichter sind nicht öffentlichkeitstauglich. Einer dieser Stinker nimmt sogar auf seinem Plakat ein Kind als Geisel, womöglich sein eigenes, damit man keine Lust hat ihm eine reinzuhauen.

Und dann wird mir klar dass ich nachher den Scheiss auch noch bezahlen darf. Die quälen mich auf meine eigenen Kosten. So gern ich mein Geld für komplett unnüzte Dinge aus dem Fenster schmeiße, verschont mich mit Euren fiesen Fratzen! Geht arbeiten!

Freiheit beim Einkauf – Fuck off Personalisierung

Verflucht – welche Trainer haben Verkäufern in wahrscheinlich unzähligen Seminaren beigebracht, bei einer EC- oder Kreditkartenzahlung mir namentlich für den Einkauf zu danken??? Wer hat das insbesondere Verkäufern in Schuhabteilungen oder in der Exquisit-Etage eingetrichtert? Kundenbindung – … hallo? Ich will nicht angesprochen werden, schon gar nicht mit meinem Namen….

„Frau Graben, darf ich den verdammten Kassenbon in die Tüte reintun?“ „Frau Graben, viel Spaß mit dem Einkauf….“ Nein – will ich nicht, die persönliche Ansprache. Lasst mich einfach Geld ausgeben, anonym sein, den Augenblick genießen, mir etwas zu gönnen, mein Glück in diesem Moment. Ich will nicht, dass sich eine Person einmischt, schon überhaupt nicht, indem sie meinen Namen sagt, und dann noch eine Person, die ich nicht kenne.

Ruhe. Freiheit. Auch beim Einkauf. Tut bloß nicht so, als ob ihr meine, unsere Bedürfnisse kennt. Nein, tut ihr nicht. Wir sind unabhängig und frei davon – das habt ihr nur noch nicht kapiert.